Ein ganz normaler Übungsdienst bei der Feuerwehr Bremen-Osterholz

„Übung macht den Meister“

Dieses Sprichwort gilt auch für die FF Osterholz, denn nur wer viel übt, kann etwas richtig und gut. Deshalb ist es unerlässlich und notwendig, das große und breite Aufgabengebiet der Feuerwehr stets zu trainieren.

Jeder Handgriff muss sitzen, dies zeigte sich beim letzten Übungsdienst der FF Osterholz doch sehr deutlich an zwei Stationen. Dort wurden die Möglichkeiten der Technischen Hilfeleistung erläutert und ausführlich dargestellt.

 

In der ersten Station ging es um das Trennen von metallischen Materialien mittels eines Trennschleifers.
Dieser kommt generell bei der Technischen Hilfeleistung und teilweise auch im Rahmen der Brandbekämpfung zum Einsatz, um z.B. beim gezielten Vorgehen der Einsatzkräfte die Verblechung von Lagerhallen, Türen und Toren zu öffnen.

Bei der Bedienung des Trennschleifers sind einige Dinge zu beachten. Neben der üblichen persönlichen Schutzausrüstung ist bei längeren Arbeiten ein entsprechender Gehörschutz zu tragen, Gesichtsschutz ist grundsätzlich zwingend erforderlich. Wichtig ist auch die Umgebung, in der ein Trennschleifer eingesetzt wird. Bei Brandgefahr (ausgelaufene Kraftstoffe bei Unfällen, trockenes Gras einer Wiese neben zu trennenden Metallstücken, etc.) ist geeignetes Löschgerät bereitzustellen. Bei Explosionsgefahr darf ein Trennschleifer generell nicht verwendet werden, da heiße Teile oder Funkenflug ein explosives Gemisch zünden könnten.
Des Weiteren sollen Trennschleifer nicht mit laufendem Motor transportiert werden. Letztlich und fast selbstredend soll ein Trennschleifer nur mit beiden Händen gehalten und eingesetzt werden, wobei auch nicht über Schulterhöhe getrennt werden soll.

Nach der ausführlichen Einweisung führten die Kameraden dann unter aufmerksamer Leitung von Thomas Goldmann das sachgerechte Trennen eines Metallrohrs mittels Trennschleifer durch. Hierbei bemerkten viele der jungen Kameraden, dass der Umgang mit dem Gerät nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

An der zweiten Station wurde das Heben oder Ziehen von Lasten bei der Technischen Hilfeleistung dargestellt.
Zum Einsatz kommt hier ein sogenannter Mehrzweckzug. Im täglichen Sprachgebrauch wird er oft als Greifzug oder Habegger bezeichnet, wobei es sich hier aber lediglich um ein Produkt der Firma Greif bzw. Habegger handelt.
Für die Arbeit mit dem Gerät wird ein spezielles Stahlseil durch eine Zugvorrichtung gezogen, welches an einem Ende konisch geformt ist und am anderen Ende einen Lasthaken aufweist.
Durch Vor- und Rückwärtsbewegungen mit einem Hebelrohr transportieren zwei Klemmvorrichtungen das Stahlseil durch das Gerät.
Zum Lösen der Zugspannung oder zum Ablassen von Lasten kann die Transportrichtung des Stahlseils jederzeit umgekehrt werden.
Hierzu wird das Hebelrohr auf den zweiten Bedienhebel gesteckt.

Unter Anleitung von Michael Behrens und David Vykusa wurden die Einsatzmöglichkeiten genauer erläutert und in einem praktischen Übungsteil dargestellt und umgesetzt, auch hierbei bemerkten die Kameraden, dass mit wenigen Mitteln viel bewegt werden kann.

Fazit des Übungsdienstes ist, dass es wichtig ist, den Umgang mit den verschiedenen Gerätschaften immer wieder zu trainieren, damit im Einsatzfall der richtige Umgang, sowie die Anwendung niemanden vor große Herausforderungen stellt.

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